Behandlung
Starkes Sodbrennen: Medikamente

Zur Behandlung von Sodbrennen existieren zahlreiche Möglichkeiten. Neben Allgemeinmaßnahmen spielen vor allem Hausmittel, alternativmedizinische Aspekte und schulmedizinische Behandlungsformen eine wichtige Rolle. Hausmittel und Alternativmedizin können vor allem bei leichten Formen des Sodbrennens häufig Abhilfe schaffen. Ihre Wirkung ist bei schwerem oder häufig auftretendem Sodbrennen jedoch meist nicht mehr ausreichend. In diesen Fällen ist die Einnahme von geeigneten Medikamenten unumgänglich. Bei korrekter Anwendung lässt sich mit den zu Verfügung stehenden Arzneimitteln in der Regel eine gute Kontrolle der Symptome erzielen. Teilweise bewirken diese nämlich eine fast vollständige Unterdrückung der Magensäurebildung in der Schleimhaut [1]. Während die Wirkung bei einigen Wirkstoffgruppen sehr rasch eintritt, ist bei anderen Wirkstoffen eine gewisse Zeitspanne bis zum Wirkeintritt zu erwarten [2]. Leider eigenen sich die gegen Sodbrennen angewendeten Arzneien nicht für jedermann. So gelten für einige Medikamente Warnhinweise zur Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit. Auch Personen, bei denen einige Unverträglichkeit oder Allergie gegen das Präparat oder dessen Inhaltsstoffe bekannt ist, müssen vorsichtig sein. Bei extremen Formen des Sodbrennens, die durch eine medikamentöse Behandlung nicht erfolgreich therapierbar sind, sollten alternative Methoden angedacht werden. Gegebenenfalls ist die Umstellung auf eine stärkere Wirkform oder ein anderes Medikament notwendig. Auch eine operative Behandlung kann in diesen Fällen zur Linderung von Sodbrennen infrage kommen.
Gut wirksame Medikamente
Gut wirksam 4 MittelOmeprazol
- Verschreibungspflichtig
- Bis Wirkstärke 20 mg rezeptfrei erhältlich, größere Wirkstärken verschreibungspflichtig
- Für Kinder geeignet
- Mit Einschränkungen
- Für Schwangere geeignet
- Mit Einschränkungen
- Hauptwirkung
- Starke Hemmung der Magensäurebildung
PPI
- Verschreibungspflichtig
- Ja
- Für Kinder geeignet
- Ja
- Für Schwangere geeignet
- Strenge Indikationsstellung
- Hauptwirkung
- Hemmung der Magensäurebildung
H2-Blocker
- Verschreibungspflichtig
- Ja (Ranitidin ist seit 2020 nicht mehr im Handel)
- Für Kinder geeignet
- Bedingt
- Für Schwangere geeignet
- Bedingt
- Hauptwirkung
- Unterdrückung der Säureproduktion im Magen
Antazida
- Verschreibungspflichtig
- Nein
- Hauptwirkung
- Bindung überschüssiger Magensäure
Häufig gestellte Fragen
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Quellenangaben
G. Herold: Innere Medizin 2016. Verlag Gerd Herold, 2015, S. 439 ff.
„Magensäureblocker im breiten Einsatz“, http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=48165, 20.05.2016
