Refluxkrankheit in der Schwangerschaft: Prävention

Die Refluxkrankheit ist ein häufiges Erkrankungsbild in der Schwangerschaft. Daher kommt der Prävention dieser Krankheit eine sehr wichtige Rolle zu. Dem Beschwerdebild kann gut vorgebeugt werden. Es ist wichtig, die Maßnahmen und Tipps bereits mit Beginn der Schwangerschaft zu berücksichtigen, um eine Entwicklung der unangenehmen Symptome zu verhindern. Bei der Prävention gilt es zu beachten, dass ein Arzt aufgesucht werden muss, falls trotzdem Symptome auftreten. Zudem kann der Arzt auch weitere individuelle Tipps für eine bestmögliche Prävention, die auf jede schwangere Patientin einzeln angepasst werden muss, geben.
Ursache 1: Erhöhter Druck im Bauchraum
Was kann vorbeugend getan werden?
- Welche Anzeichen weisen auf eine Entwicklung der Beschwerde hin?
- Sod- und Magenbrennen vor allem nach dem Essen, im Liegen und bei Verstopfung
- Können vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden?
- Ja
Im Laufe der Schwangerschaft nimmt der Bauchdruck zu. Dies ist völlig normal und durch das Größenwachstum des Ungeborenen bedingt. Um zusätzliche Druckerhöhungen durch weitere Faktoren zu verhindern, gilt es, diese zu vermeiden. Starkes Übergewicht führt ebenfalls zu einer Erhöhung. Daher sollte bereits vor der Schwangerschaft eine Normalisierung des Körpergewichts angestrebt werden. Des Weiteren ist in der Schwangerschaft auf eine langsame und nicht zu starke Gewichtszunahme zu achten. Als Prävention dienen eine zucker- und fettarme Ernährung sowie ausreichend Bewegung im Alltag. Eine Verstopfung kann durch den erhöhten Darminhalt auf ähnliche Weise eine Druckerhöhung hervorrufen. Daher gilt es auf die Konsistenz des Stuhls zu achten und präventiv stopfende Lebensmittel wie Bananen zu meiden. Eine ausreichende Menge an Flüssigkeit, bevorzugt stilles WasseR, trägt ebenfalls zur Vermeidung der Verstopfung bei [5].
Ursache 2: Herabgesetzte Muskelspannung des Schließmuskels
Was kann vorbeugend getan werden?
- Welche Anzeichen weisen auf eine Entwicklung der Beschwerde hin?
- Sodbrennen, saures Aufstoßen, ein saurer Geschmack im Mund, chronische Heiserkeit
- Können vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden?
- Ja
Die wichtigste Maßnahme, um eine Reduzierung der Schließmuskelspannung präventiv zu verhindern, ist die Einhaltung einer magenschonenden, eiweißreichen, fettarmen Diät [5]. Dadurch ist es möglich den Körper in ein Säuren-Basen-Gleichgewicht zu bringen. Dieses ist essenziell, damit die Regulation der Menge an Magensäure funktioniert und eine Überproduktion vermieden wird. Diese könnte den verminderten Druck verursachen. Die richtige Wahl der Lebensmittel ist sehr wichtig, da säurelockende Nahrungsmittel unbedingt vermieden werden müssen. Nur dadurch ist eine optimale Prävention möglich. Die Verteilung zwischen den basischen und sauren Lebensmitteln sollte etwa 8 zu 2 betragen [1]. Geeignet sind jegliche Gemüsesorten mit Ausnahmen von Gemüsekonserven. Je bunter, desto besser ist das basische Angebot für den Körper und die Basenreserve kann optimal aufgefüllt werden. Obst wirkt durch die vielen basischen Stoffe ausgleichend auf die Säuren-Basen-Balance. Jedoch ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Früchte reif und frisch verzehrt werden. Kräuter, Gewürze, Kartoffeln und Salate mit Bitterstoffen wie Rucola sind weitere basische Komponenten, die so oft wie möglich in die Ernährung integriert werden sollten [2]. Salate können mit Apfelessig zubereitet werden. Dieser wirkt basisch [6]. Eibisch oder Königskerze sind als Tee zur Vorbeugung hilfreich. Zusätzlich sollte viel stilles Wasser getrunken und auf zuckerhaltige Getränke verzichtet werden [2][4].
Ursache 3: Herabgesetzte Magen-Darm-Tätigkeit
Was kann vorbeugend getan werden?
- Welche Anzeichen weisen auf eine Entwicklung der Beschwerde hin?
- Sodbrennen und brennende Schmerzen hinter dem Brustbein
- Können vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden?
- Ja
Um eine herabgesetzte Magen-Darm-Tätigkeit vorzubeugen, können verdauungsfördernde Hausmittel während der gesamten Dauer der Schwangerschaft eingenommen werden. Bittere Heilpflanzen sind seit langem bekannt, dass sie einen verdauungsfördernden Effekt verursachen. Die beste Wirkung wird erzielt, wenn sie etwa 15 bis 30 Minuten vor den Mahlzeiten eingenommen werden. Bitterstoffe sind hitzeempfindlich, daher sollten sie kalt gegessen werden. Die Wirkung kann nach einigen Wochen nachlassen, da häufig ein Gewohnheitseffekt entsteht. In diesem Fall sollte auf ein anderes Mittel gewechselt werden. Artischocke wirkt verdauungsanregend und beeinflusst somit die Verdauung des Speiserbreis etwas. Artischocke kann als Tee, Saft oder Fertigpräparat eingenommen werden. 6 g pro Tag sind empfehlenswert; damit wird der Refluxkrankheit vorgebeugt. Chinarindenbaum ist ebenfalls geeignet, da dieser auf den gesamten Verdauungstrakt positiv wirkt. Als Darreichungsform ist Tee in einer Tagesdosis von etwa 3 g geeignet [3].
Ordnen Sie sich mit Ihrer Beschwerde genauer ein:
Wie äußern sich die Beschwerden?15 Varianten
Bei wem treten die Beschwerden auf?9 Varianten
Wo treten die Beschwerden auf?6 Varianten
In Verbindung mit was treten die Beschwerden auf?10 Varianten
Wann treten die Beschwerden auf?1 Variante
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Quellenangaben
Hermann Straubinger: Übersäuerung: Die besten Tipps für ein harmonisches Säure-Basen-Gleichgewicht Ihres Körpers. Mankau Verlag, 2013, S. 56, S. 111–113.
Maria Lohmann: Der Basen-Doktor: Basische Ernährung: gezielte Hilfe bei den häufigsten Beschwerden. Thieme Verlag, 2013, S. 20–22.
Ursel Bühring: Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde: Grundlagen – Anwendung – Therapie,
Georg Thieme Verlag, 2014, S. 227–239. Jörg Grünwald, Christof Jänicke, Iris Hardewig: Quickfinder Pflanzenheilunde. Gräfe und Unzer, 2008, S. 60.
„Schwangerschaft“, http://www.gastro-liga.de/download/Schwangerschaft-Magen-Darm-Bauchspeich-web.pdf, 16.05.2016
Margot Hellmiß: Natürlich heilen mit Apfelessig: Das bewährte Hausmittel bei alltäglichen Gesundheitsbeschwerden von A bis Z. Südwest Verlag, 2009
