Hausmittel

Heilerde gegen starkes Sodbrennen

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Heilerde wird auch als Löß bezeichnet und ist ein traditionelles Heilmittel, das im Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert populär wurde [1]. Noch heute wird Heilerde als schonende, naturheilkundliche Behandlungsmethode für zahlreiche Krankheitsbilder geschätzt. So kann sie in äußerlicher oder innerlicher Anwendung zu einer schnelleren Linderung von z.B. Hautunreinheiten, Gelenkerkrankungen oder Entzündungen beitragen [2]. Auch als unterstützende Therapie von Beschwerden im Bereich des Verdauungssystems kommt Heilerde zum Einsatz. Der folgende Text informiert über Heilerde als Hausmittel zur Linderung von starkem Sodbrennen.


Wie und warum hilft Heilerde gegen Sodbrennen?

Sodbrennen ist ein Symptom, das häufig im Rahmen der Säurekrankheit (gastroösophageale Refluxkrankheit) auftritt. Es beschreibt einen Druck oder brennenden Schmerz hinter dem Brustbein, der durch ein Zurückfließen von saurem Magensaft in die Speiseröhre entsteht. Ursächlich für das krankhafte Zurücklaufen ist häufig eine Schwäche des unteren Schließmuskels der Speiseröhre. Der saure Magensaft ist in der Lage, die Schleimhaut der Speiseröhre zu verletzen und dadurch zu einer Entzündung zu führen (Refluxösophagitis) [3]. Heilerde soll die Aggressivität der Magensäure reduzieren und somit den schädlichen Einfluss auf die Schleimhaut der Speiseröhre mindern können. Zu den wesentlichen Bestandteilen der Heilerde zählen Quarz, Feldspat und Kalkspat. Diese chemischen Verbindungen sind erdalkalische Mineralien mit basischem Charakter, der sie Säuren neutralisieren lässt. Etwa 15 g natürlicher Heilerde haben einen ähnlich stark neutralisierenden Effekt wie schulmedizinisch eingesetzte Säurehemmer.

Was muss bei der Anwendung und Dosierung beachtet werden?

Zur Therapie von Sodbrennen wird Heilerde innerlich angewendet. Für die Zubereitung einer Trinklösung wird ein Glas mit Wasser oder mit einem beliebigen, abgekühlten Kräutertee und ein Teelöffel Heilerde benötigt [1] [2]. Die Heilerde wird sorgsam in der Flüssigkeit aufgelöst und zeitnah in kleinen Schlucken getrunken. Empfehlenswert ist die Einnahme einer solchen Lösung kurz vor jeder größeren Mahlzeit, aber maximal dreimal am Tag [1]. Reichlich Flüssigkeit kann das Trinken der anfangs womöglich irritierend sandig-lehmigen Lösung erleichtern.

Gibt es Nebenwirkungen und Risiken?

Heilerde ist durch seine chemischen Eigenschaften und seine große Oberfläche in der Lage, große Mengen anderer Stoffe zu binden. Daher wird Heilerde oft zur Bindung von Giftstoffen im Rahmen naturheilkundlicher Anwendungen eingesetzt. Auf Grund ihrer bindenden Kräfte kann Heilerde aber auch bestimmte Arzneimittelwirkstoffe binden und auf diese Weise unwirksam machen. Daher ist die zeitgleiche Einnahme von Heilerde und anderen Medikamenten nicht empfehlenswert. Es sollte ein zeitlicher Mindestabstand von etwa einer Stunde eingehalten werden, um unerwünschte Wechselwirkungen zu vermeiden [1].


Grundsätzlich kann es nach jeder Einnahme von Medikamenten und Naturstoffen wie Heilerde zu seltenen Unverträglichkeitsreaktionen kommen. Diese zeigen sich unter Umständen in Form von Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder auch Hautausschlägen. Bei Auftreten etwaiger Unverträglichkeitserscheinungen ist von einer weiteren Einnahme des vermeintlichen Auslösers abzusehen und in Abhängigkeit von der Schwere der Symptome ein Arzt zu konsultieren. Bei sehr starkem Sodbrennen kann es sein, dass die säureneutralisierende Wirkung von Heilerde nicht stark genug ist, um die Schleimhaut der Speiseröhre vor ernstzunehmenden Schäden zu bewahren. In Rücksprache mit einem Arzt ist die Anwendung nebenwirkungsarmer, schulmedizinischer Arzneistoffe möglich [3]. Die gemachten Angaben können den individuellen Rat eines Arztes nicht ersetzen.



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